Betriebs des SONNE-Förderzentrums in Yangoon

Groß war unsere Freude und Erleichterung, als wir das neue, gut ausgestattete Förderzentrum für Straßenkinder und gefährdete Jugendliche in Yangon nach langer, schwieriger Bauzeit im Oktober 2019 eröffnen konnten.

Details zum diesem spektakulären Bauprojekt und unserer Straßenkinder-Kampagne finden Sie hier.

Nach dem ersten Schritt muss der zweite kommen

Nun beginnt allerdings eine weitere herausfordernde Phase: Die zahlreichen Aktivitäten zum Wohl der marginalisierten Kinder müssen auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden, denn nur durch langfristige, regelmäßige Betreuung kann die Situation der Kinder sinnvoll und nachhaltig verbessert werden. Dank der Unterstützung durch viele treue Myanmar-BildungspatInnen sowie die ALTERNAID-Stiftung und Kadoorie-Stiftung ist die Finanzierung für die nächste Zeit gesichert.

Ein sicherer Hafen für Straßenkinder

Eine der Hauptaktivitäten wird die Tagesbetreuung von ca. 50 gefährdeten Kindern sein, die noch nicht zur Schule gehen. Statt auf der Straße betteln oder arbeiten zu müssen, werden sie in unserem neuen Zentrum von SozialarbeiterInnen kostenlos betreut und verpflegt. Auf Hygiene und Gesundheit wird großer Wert gelegt. Neben Spiel (Musizieren, Tanzen, Zeichnen etc.) und Sport ist informelle Bildung (Lesen, Schreiben, Rechnen, Allgemeinbildung etc.) besonders wichtig, um die Kinder auf den Eintritt in eine öffentliche Schule vorzubereiten, der für Straßenkinder sonst oft unmöglich ist, entweder aus finanziellen Zwängen oder auch weil sie keine Geburtsurkunde haben, also offiziell gar nicht existieren.

Unsere BetreuerInnen geben jegliche Unterstützung, die nötig ist, um die Kinder von der Straße zu holen, sie auf den Schuleintritt vorzubereiten und ihnen so die Chance zu geben, den Teufelskreis aus Unwissenheit und Armut zu durchbrechen!

Lernhilfe für SchülerInnen

Für diejenigen Kinder, die es in eine offizielle Schule schaffen, bleibt es schwierig. Die pädagogischen Bedingungen sind absolut nicht ideal und die SchülerInnen aus den Slums haben besonders schlechte Voraussetzungen, was zu hohen Drop-Out-Quoten führt. Um unseren Schützlingen eine faire Chance zu geben, einen Schulabschluss zu erlangen, wird im SONNE-Zentrum nachmittags kostenlose Lern- bzw. Nachhilfe angeboten.

Computerausbildung für Jugendliche

Auch in Myanmar genügt ein Schulzeugnis oft nicht mehr, um einen Job zu bekommen. Daher geben wir jedes Jahr zirka 80 Jugendlichen (zwischen 14 und 25 Jahren) die Möglichkeit, im Förderzentrum einen dreimonatigen Computerkurs zu besuchen. Das erhöht ihre Chance auf einen Arbeitsplatz enorm!

Sozialarbeit in der Gemeinde – unser ganzheitlicher Ansatz

Ohne die Unterstützung der umliegenden Gemeinde ist unsere Arbeit mit Kindern kaum denkbar. Daher organisieren wir regelmäßige Besprechungen und Treffen und involvieren die Familien, Verwandten und Freunde der Kinder so weit wie möglich in das Projekt. Teilweise werden sie auch zu Hilfeleistungen (wie Reinigungs- oder Restaurierungsarbeiten) herangezogen. 4x pro Jahr finden Community Meetings statt, zweimal jährlich gibt es Workshops zu aktuellen Themen (Hygiene, Gesundheit, Ernährung, Recycling etc.). Jeden Freitag besuchen unsere PädagogInnen die Eltern der Kinder und besprechen anfallende Probleme etc. etc.

Projektziel

Wir sind zuversichtlich, dass unser Projekt die richtigen Antworten auf die Probleme dieses benachteiligten Stadtviertels von Yangon gibt und nicht nur den Kindern, sondern allen Bewohnern langfristige Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen ermöglichen wird.

Was kann ich tun ?

Weitere SpenderInnen für dieses Projekt werden dringend gesucht!