Hilfsmaßnahmen gegen die Dürrekrise in Äthiopien

Hungerprävention durch Wiederaufstockung des Viehbestandes

Die Volksgruppe der äthiopischen Afar (1,6 Mio EW) lebt im Wüstengebiet südlich der Danakil-Senke im Nordosten Äthiopiens. Diese Wüstenregion zählt zu den unwirtlichsten menschlichen Lebensräumen der Welt, da hier die Temperaturen im Sommer auf mehr als 55 Grad Celsius steigen können. Die Region ist derzeit stark von Hunger- und Dürreperioden betroffen, da es in den letzten Jahren lvermehrt zum Ausfall der Regenzeiten kommen ist. Fehlendes Trinkwasser, schrumpfend Viehbestände und Krankheiten prägen das Leben der verarmten Landbevölkerung. Die Weidebewirtschaftung in der Afar-Wüste ist aufgrund der derzeitigen Dürreperiode nahezu ertraglos, so dass das Überleben vieler Menschen nicht mehr gesichert ist. Durch die derzeitige Dürrekrise sind die meisten Familien nicht mehr in der Lage, sich und ihre Kinder ausreichend zu ernähren. Unter- und Mangelernährung und darauf resultierende Folgeschäden beeinflussen vor allem die Entwicklung der Kinder.

In Geega, dem nördlichen Dubte-Distrikt, gibt es mittlerweile über 500 Haushalte, die von zusätzlicher Nahrungsmittelhilfe sind, um ihre Familien zu ernähren.  Ihr Weideland war einst reich an autarken Ziegenherden, jedoch die schlimmste Dürrekrise seit 15 Jahren macht diese Menschen nun abhängig von externer Hilfe. Dieses Gebiet ist für die Zentralregierung zu weit entfernt, sodass diese Menschen von der Unterstützung der eigenen Regierung im wahrsten Sinnen des Wortes abgeschnitten sind.

70 der 500 Haushalte sind absolut mittellos und zu 100% abhängig von externer Hilfe. Die anhaltende Dürre führte dazu, dass große Teile ihres Viehbestandes verendeten, was diesen Familien die Lebensgrundlage entzog. Daher ist es dringend erforderlich, diese mittellosen Haushalte (mit vielen Kindern, Kranken und Behinderten) die am schlimmsten von der Hungerskrise betroffen sind, zu versorgen, um die Unterernährung innerhalb ihrer Familien zu bekämpfen.

Die Afar-Region im Norden des Landes, ist eine der heißesten von Menschen bevölkerten Zonen der Erde. Hier hat der Klimawandel besonders dramatische Auswirkungen. Seit der Jahrhundertdürre von 2015 hat sich die Situation in dieser Region nicht mehr stabilisiert. Im Gegenteil, der Frühlingsregen ist auch dieses Jahr fast vollständig ausgeblieben und die Krise ist wieder voll ausgebrochen. Durst und Hunger haben Weidetiere und Menschen erfasst. Viele Tiere müssen notgeschlachtet werden, andere verenden in der sengenden Hitze. Die Menschen sind durch Wassermangel und Nahrungsmittelknappheit geschwächt und extrem anfällig für Krankheiten wie wässriger Durchfall, Masern oder Keuchhusten. Experten prognostizieren, dass  2018 die Hungerperiode in dieser Region noch katastrophaler sein wird als 2017. Diese Menschen sind auf externe Hilfe angewiesen, denn die eigene Regierung ist nicht in der Lage diese Hungerskatastrophe ohne externe Unterstützung zu bekämpfen. 

SONNE-International und die lokale Partnerorganisation  APDA betreiben seit mehreren Jahren ein umfangreiches Gesundheitsprogramm in der Afar-Region. Unser Partnerorganisation APDA unternimmt große Anstrengungen, um die schlimmsten Auswirkungen der derzeitigen Dürre zu mildern: Tankwagen versorgen die abgelegenen Regionen mit Wasser, Gesundheitsbeauftragte tun das Menschenmögliche, um die unterernährten Menschen, besonders die Kinder, vor dem Verhungern zu bewahren und sie gesundheitlich zu stabilisieren, alle Kräfte werden mobilisiert, um der notleidenden Bevölkerung zu helfen. Nun müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Ernährungssicherheit der Menschen zu verbessern.

Oberziel

Wiederherstellung der pastoralen Existenzgrundlage für völlig mittellose Haushalte in Geega, Dubte Woreda Afar-Region.

Projektziel

Verbesserung der Ernährungssituation durch Rehabilitierung der Ziegenherden. Über 200 Haushalte, die von der derzeitigen Hungerskrise am schlimmsten betroffen sind, bekommen im Rahmen dieses Projektes je zehn Ziegen zur Verfügung gestellt, was Mangelernährung durch eine sichere Milchversorgung entgegenwirkt.

DIE VERTEILAKTION DER ZIEGEN IST GEPLANT IM APRIL 2018


LAND KÄRNTEN

MEDIACOM

SONNE-PRIVATSPENDERINNEN