Sport als Beitrag zur individuellen Entwicklung

Seit mehreren Jahren integriert SONNE-International die Komponente Sport in ihre Bildungsprojekte. Die sportliche Komponente – zum Beispiel in Form von regelmäßigem Sporttraining – der Projekte dient der Konfliktprävention, stärkt die psychosoziale Gesundheit der Kinder, was wiederum die Individualität des Einzelnen sowie die  soziale und gesellschaftliche Integration fördert. Abgesehen von Sportunterricht in Schulen organisierte SONNE-International mit der Unterstützung des österreichischen Sportministeriums mehrere Schulsportwettkämpfe zur Friedenssicherung in Bangladesch und betreibt derzeit ein umfangreiches Sportprojekt – mit Selbstverteidigungskursen für Mädchen – in Indien. In Myanmar wird ebenso gemeinsam mit dem  österreichischen Sportministerium ein umfangreiches Sportprogramm (Sportunterricht, Fußballturniere und Verteilung von Sportequipment) an mehreren Standorten umgesetzt. Dieses Sportprojekt wird von allen Beteiligten als sehr wertvoll und nachhaltig eingestuft.

Sport stärkt Körper und Geist

Durch regelmäßiges Training und die Teilnahme an Wettbewerben erhalten die Kinder und Jugendlichen einen strukturierten Tagesablauf. Prinzipien wie Disziplin, Durchhaltevermögen, Teamgeist und Fair Play sind zentrale Anliegen. Dadurch stärkt die sportliche Betätigung die psychosoziale Gesundheit der TeilnehmerInnen und trägt zur Konfliktprävention sowie zur sozialen und gesellschaftlichen (Wieder-) Eingliederung der Projektbegünstigten bei. Natürlich werden die SportlerInnen im Bedarfsfall auch medizinisch betreut.

Projektlaufzeit: 01. Oktober 2017 bis 30. September 2019

Finanziert vom:

Sport ist gut für die Seele

Das sportliche Angebot umfasst u.a. Caneball (eine in Myanmar sehr beliebte Sportart), Fußball, Badminton, Leichtathletik, Tischtennis und Gymnastik. SONNE-International engagiert geeignete Trainer und Betreuer und sorgt für die Beschaffung der nötigen Sportbekleidung und -ausrüstung. Es werden Wettkämpfe organisiert und Öffentlichkeitsarbeit geleistet.

Martial Arts-Unterricht und Kinderyoga

Ein Großteil unserer Zielgruppe hat einen sehr harten Alltag auf der Straße und Konflikte gehört oftmals zum täglichen Leben. Aggression und Gewaltbereitschaft sind ein weit verbreitetes Phänomen bei Straßenkindern bzw. Kindern aus sehr prekären Lebensverhältnissen. Sie haben keinerlei Möglichkeit sich abzureagieren oder zur Ruhe zu kommen, denn selbst wenn sie zuhause sind, ist ihnen Zeit für sich selbst oft nicht gegeben. Viele leiden an Konzentrationsschwäche und können sich nur schwer auf eine Sache fokussieren. Ihre Körper sind zwar noch jung aber nachdem viele teilweise riskante und harte Jobs machen, ist ihr physischer Zustand meist geschwächt. Sie sind anfälliger für Krankheiten und Verletzungen.

 

Unser LÖSUNGSANSATZ: Das Angebot der Martial Arts-Lehre zielt darauf ab, den Teilnehmenden körperliches Selbstbewusstsein zu vermitteln und ihre Konzentration zu stärken. Außerdem soll es ein Training sein, um eigene körperliche Kräfte einschätzen zu können. Unser Yoga-Programm zielt darauf ab, den Teilnehmenden körperliche Entspannungsmethoden beizubringen und ihre physische Mobilität zu stärken. Beide Programme sind förderlich für ein gesteigertes Körperbewusstsein und sind für diese stark benachteiligten Kinder besonders wichtig. Einmal wöchentlich können interessierte Kinder und Jugendliche an einem professionellen Martial Arts-Unterricht und/oder an Kinderyoga-Unterricht á 2 Stunden (nach dem Bildungs- /Ausbildungsprogramm) teilnehmen. Das wöchentliche Training findet auf dem neu errichteten Sportplatz statt.