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Mein drittes Jahr in Bangladesch

Früher als gedacht, bin ich wieder an meine Arbeitsstätte nach Dhaka zurückgekehrt. Die Temperaturen zu Hause sind wirklich nicht die meinen, also hab ich mir gedacht nix wie weg! 2014 habe ich begonnen, 2017 kann ich meine Arbeit abschließen. Bis ich am 6.5. nach Hause fliege, ist aber noch viel zu tun, damit das so weitergeführt wird, was ich in diesen 3 Jahren aufgebaut habe. Alle Schuluniformen werden von den Frauen nochmals genäht, damit ich überprüfen kann, ob sie eh nichts vergessen haben.

Und Sharmin, die Frau vom Manager, wird von mir angelernt, was sie alles kontrollieren muß. Was sie noch nicht nähen kann, wird noch gelernt. Und sie muß auch die Schülerzahlen von Jhenaigati und Alikadom erfragen, um so Anweisung geben zu können, wieviele Uniformen zugeschnitten werden müssen. Vorher muß sie dann noch den Lagerbestand eruieren. Klingt alles sehr kompliziert, ist es auch, weil sich die Schülerzahlen auch während des Jahres ändern. Daher ist es ratsam, den Bestand, ca. 1 Monat vor dem Verteilen zu aktualisieren.
Für unser Geschäft hier in Dhaka hat Sharmin, mit meiner Hilfe 2 Kinderkleiderl genäht, eines für 6 Monate und eines für 8 Monate alte Kinder.

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I am back again!

Neues Jahr, neue Stadt, neue Herausforderung.

Die tapferen Schneiderinnen aus Jhenaigati gehören der Vergangenheit an. Die arbeiten nun schon selbständig und ich habe einige Uniformen schon kontrolliert. Ich hoffe nur, sie haben mir nicht grad die besten Stücke zum Anschaun geschickt. Aber ich kann mir dann ja selber ein Bild machen, denn Anfang April werde ich, wie es momentan ausschaut, für 2 Tage mit Erfried und Mamun nach Jhenaigati fahren. Und ich freu mich, meine Mädels wieder zu sehen. Meine neue Bleibe ist Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesch, wo ich nun seit 28.2.wohne und arbeite.

SONNE-Bangladesch hat nun im Bezirk ein eigenes Haus. Dort ist unser Büro, Mamuns Wohnung, Schneiderei, Wohnungen für unsere Studenten, Gästezimmer und eine Dachterrassenwohnung, in der ich untergebracht bin. Ich habe 2 Zimmer, Küche, Bad mit WC. Über Wärme in den Räumen kann ich mich nicht beklagen, aber  nachdem ich  hitzebeständig bin und es in der Nacht abkühlt, ist es kein allzu großes Problem.
Aber ich bin ja auch in Bangladesch! Da darf man nicht so heikel sein. Die Terrasse ist wirklich groß und es sind schon viele Bäumchen platziert. Ich kann schon sagen, ich sitze jeden Tag zum Frühstücken unter unserem Mangobäumchen.

Carmen beim täglichen Frühstück

Carmen beim täglichen Frühstück

Die Schachteln aus Jhenaigati sind schon  ausgeräumt und alles ist an seinem Platz, sodass ich mich schon gut zurecht finde. Der große Vorteil ist, daß wir alle in einem Haus sind und uns so nicht in den täglichen Verkehr schmeißen müssen.
Am Donnerstag, 10.3. waren wir in einem Geschäft, um Nähmaschinen anzuschauen und sind anschließend auf den Stoffmarkt in die Altstadt gefahren, wo man Stoffe, Zubehör und Nähmaschinen bekommt. Zum Einkaufen haben wir 1 Stunde gebraucht, im Auto 6 Stunden!!! Normalerweise braucht man für den Weg 30 Minuten. Nur so viel, damit ihr euch zu Hause vorstellen könnt, wieviel Verkehr es hier gibt. Und überlegt euch das nächste Mal, wenn ihr im Stau steht, ob sich raunzen auszahlt, oder nicht!?!?

Das Arbeiten läuft eigentlich ganz super. Die Lehrerin ist sehr gut und wir haben schon einen genauen Plan gemacht. Sie hat einen Raum für die Anfänger und ich den anderen für das Nähen der Schuluniformen.
Bis jetzt habe ich am Vormittag 4 Frauen und am Nachmittag 5. Hosen für die Mädchen haben wir schon zuschneiden und nähen gelernt und S-Kleider haben wir auch schon einige zugeschnitten und schön langsam lernen sie zu nähen.
Wenn es so weitergeht, dann kann ich zufrieden sein. Natürlich habe ich jetzt den Vorteil, dass ich schon 13 Monate Erfahrung habe.

Habe in meiner Wohnung bereits ein heftiges Gewitter mit Sturm, Blitz und Donner und Schüttregen miterlebt. Gott sei Dank macht mir das nix aus. Da ich dieses Gewitter heil überstanden habe, konnte ich auch den 1. Blog schreiben und hoffe, dass ihr einen Eindruck bekommen habt, wie es mir in Dhaka geht.

 

 

Kein Blog ohne Zitat:

Man sollte die Dinge so nehmen, wie sie kommen.
Aber man sollte auch dafuer sorgen, dass sie so kommen, wie man sie nehmen möchte.
(Curt Götz)

Ich schicke noch bissi Wärme mit

Carmen

 

Now it´s time to say good bye!

Unglaublich, aber wahr, ich nehme nun Abschied von Jhenaigati.

Blick von meiner kleinen Dachterasse auf die Straße, wo jeden Sonntag und Mittwoch Großmarkttag ist und der Start meines täglichen Weges zur Schule.

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Meine Mädels

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschiednehmen von meinen „Mädels“, mit denen ich seit Anfang September 2014 Schuluniformen nähe und über 2000 Stück herstellen konnte – eine beachtliche Anzahl! Wie es uns dabei ergangen ist, habe ich ausführlich in meinen Blogs geschildert.

SONNE-Büroteam

SONNE-Büroteam

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschied von meinem Büroteam: Der Manager Rabbani (auf dem Motorrad sitzend), der mich überall unterstützte und alles besorgt hat, wenn ich etwas benötigte. Rajoun (3. von rechts), der Computerlehrer, mein rettender Engel in punkto Internet und allen anderen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen.

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Ciao 2-Zimmerwohnung: wobei das 2. Zimmer als Lagerraum für die Schuluniformen diente, das ich aber mit Fotos nett dekorierte und mich sehr wohl gefühlt habe.

Mein sehr netter Bananenverkäufer

Mein sehr netter Bananenverkäufer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschied nehmen von dem Markt, wo ich schon „meine Standler“ hatte, aber besonders werde ich  den älteren Mann vermissen,  bei dem ich meine Bananen kaufte und der mir fast immer eine dazu schenkte. 6 Bananen kosten 12TK, das sind umgerechnet ca. 14 Cent. Und dass sie traumhaft gut schmecken, muss ich nicht extra erwähnen. Die Mangozeit ist leider vorbei, aber ich habe in diesem Jahr reichlich Mangos genossen!!!

Der Kasten und das Kastl sind leer, die Schachteln sind voll und warten auf den Umzug in die neue Wohnung nach Dhaka! In Dhaka werde ich das gleiche Projekt mache wie hier in Jhenaigati: Frauen das „westliche“ Nähen lehren. Beginnen werden wir mit dem Schnittzeichnen, anschließend werden wir die Schuluniformen für Alikdom in Dhaka produzieren, damit die Frauen hier nur mehr für Jhenaigati nähen müssen. In Dhaka möchte ich aber auch für unser eigenes kleines Geschäft Einzelstücke erzeugen, oder was mir noch lieber wäre, Kleider nach Maß zu fertigen. Aber natürlich step by step!!!

Ich würde sagen, das war mein Jahresrückblick von einer wunderschönen Zeit, verbunden mit viel Arbeit, hier in Jhenaigati. Aber nicht nur meine Mädels haben viel gelernt, sondern auch ich! Ich habe eine ganz andere Kultur kennengelernt, durfte bei 3 moslemischen Hochzeiten dabei sein und habe voriges Jahr im Oktober das Hindufest miterlebt.
Wir hatten 2 Schuleröffnungen.
Habe mit Rabbani häufig Schulbesuche auf dem Motorrad gemacht.
Ich denke, ganz schön viel für 13 Monate, wobei ich ca. 3 Monate auf Heimaturlaub in Österreich gewesen bin.
Eine Woche habe ich in Myanmar verbracht, damit ich mir einen Überblick verschaffen konnte, welche Möglichkeiten es dort gäbe.

Der Abschied fällt mir nicht leicht, aber was sein muss, muss sein. Im neuen Jahr eine neue Stadt mit einer entsprechenden neuen Herausforderung.

Inshala

Mein letztes Zitat für heuer:

„Der höchste Genuss besteht in der Zufriedenheit mit sich selbst“.
Jean-Jaques Rousseau

und hier ein paar meiner Lieblingsfotos:

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Die Eltern setzen Reis und die Kinder genießen das kühle Nass

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Schurma, die Musiklehrerin, auf dem Weg mit mir zur etwas abgelegenen Halchatischule

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Rucksack, wo gehst Du mit mir hin?“

 

 

 

Somit sage ich:

Shouvo Biday – Auf Wiedersehen bis 2016

Eure Carmen

Hurra, das erste Highschoolkleid ist fertig!

Wie ihr aus Armins Blog ersehen könnt, haben wir gemeinsam mit Mr. Mamun, unserem zuverlässigen und liebenswerten Country Manager, alle Projekte in Bangladesch besucht.

Es war wirklich eine nette Reise von ca. 2060 km und ca. 66 Stunden (!) für mich, denn ich musste ja abschließend noch von Dhaka nach Jhenaigati mit dem Bus fahren. Aber da Bangladesch eine schöne Landschaft zu bieten hat, wir in einem bequemen Auto unterwegs und außerdem eine lustige Truppe waren, ist die Zeit echt schnell vergangen.  Wenn wir die ganze Strecke im Bus fahren hätten müssen (so wie ich die letzten 260 km), dann wäre es wohl nicht so angenehm gewesen.

Landschaftsaufnahme Alikadam:

 

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Hier eine Vorzeigeschule einer deutschen Architektin in Rudropur. Vielleicht entwirft sie auch einmal eine SONNE-Schule.

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Da ab Jänner sowohl in Jhenaigati als auch in Alikadom für ca. 100 SchülerInnen je eine SONNE High School für die 6. und 7. Klasse eröffnet wird, habe ich für die Schülerinnen die Kleider entworfen.

Vor der Ankunft von Mamun und Armin habe ich ein Musterkleid genäht.

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Da das Modell gefällt, geht es jetzt in Produktion.

Diesesmal kein Zitat, sondern das Gebet, dass ich jeden Tag am Morgen bete.

Lieber Gott,
ich weiß, du hast viel zu tun, und auch wirklich wichtigere Dinge als mein Anliegen, aber bitte opfere nur 3 Sekunden deiner kostbaren Zeit für mich und lass mich heute keinen „Stromstress“  haben (Stromausfälle sind in Bangladesch an Tagesordnung und können auch stundenlang dauern).  Sonst habe ich nämlich Probleme mit meinem Zeitplan, denn wir sind noch nicht fertig mit dem Lernen der Higschoolkleider, und wir brauchen Endelmaschine und Bügeleisen, und ich flieg ja am 26. nach Hause. Danke! Deine Carmen

Bis zum nächsten Blog

liebe Grüße aus einem eher verregneten Bangla
Carmen

On the road again!

Tag 5 in Bangladesch

Bevor die Sonne in Dhaka alle Ecken der 20 Millionen Stadt erhellte, war die SONNE-Reisegruppe schon wieder unterwegs Richtung Alikadom. Um 6:30 steppt auch in dieser normalerweise sehr dynamischen Stadt noch nicht so wirklich der bengalische Bär und wir haben, ohne uns am Morgenstau zu beteiligen, schnurstracks die Stadt verlassen können. Die ersten Spekulationen bezüglich unserer heutigen Fahrzeit waren nach einem müden, guten Morgen das erste Gesprächsthema. 12 Stunden wurden veranschlagt! Klingt viel, aber irgendwie haben wir uns schon auf solche Distanzen eingestellt und niemand war deswegen in irgendeiner Art und Weise von seiner guten Stimmung abzubringen. Wie heißt es so schön, der Weg ist das Ziel, und davon haben wir viele. Komischerweise hab ich mich schon auf die lange Fahrt gefreut, denn die unvergesslichen Eindrücke, gewürzt mit inspirierenden Gesprächen, verfeinert mit Lachen, Diskussionen, neuen Ideen und Einblicken in das Leben meiner Kollegen, geben wirklich einen idealen Reisecocktail ab.

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Leider ist nicht immer alles so gut wie es klingt, denn als wir an diesem Tag unterwegs waren, hat Mamun einen Anruf von unserem Projektkoordinator aus Jhenaigati bekommen. An unserem zweiten Reisetag haben wir, wie im ersten Blog berichtet, unsere Schule in Gandigoan besucht. Dort hat sich am Abend unserer Abreise eine schreckliche Tragödie abgespielt. In den Abendstunden ist – nahen unserer Schule – eine Herde  von wild lebenden Elefanten in das Dorf gerannt und hat mehrere Häuser platt gemacht. Vielen Menschen wurden dadurch schwer verletzt und leider wurde ein Dorfbewohner dabei sogar getötet. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Dorfbewohner, der unsere Projekte schon seit langem unterstützte und sich in seiner Community sehr stark für Bildung einsetzte. Unser tiefstes Beileid gilt seiner hinterbliebenen Familie und wir werden seine zwei Kinder weiterhin so gut wie möglich unterstützten.

Als wir uns Alikadom näherten, mussten wir auch feststellen, dass durch die starken Regenschauer in den vergangenen Wochen auch die Straßen stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Viele Menschen haben in den vergangenen Wochen durch starke Überflutungen ihr ganzes Hab und Gut verloren. In den hügeligen Gebieten wurde die Straße teilweise abgetragen, was unser Weiterkommen teilweise erschwerte. Nach zwei standardmäßigen Polizeikontrollen kurz vor Alikadom haben wir um 20:30 dann unser Ziel, das SONNE-Patenkinderheim, gut erreicht. Ein nettes Abendessen mit unseren Patenkindern haben die 14 Stunden Anreise schon wieder in Vergessenheit manövriert.

Tag 6 in Bangladesch

Am Vormittag war Carmen schon wieder fleißig am Arbeiten in unserem dortigen Ausbildungszentrum. Ebenso wie in Jhenaigati können auch hier Jugendliche einen Kurs für Computer und Schneiderei besuchen.

Ich hab mich beim Computertraining nützlich gemacht und Carmen hat mit der dortigen Trainerin eine spannende Sache besprochen:

Evi Benesch ist eine in Krems lebende Künstlerin und sie und ihr Mann haben ein Patenkind in Alikadom. Diese einzigartige Künstlerin verkauft ihre selbst designten Schürzen mit ihren Tiermotiven und beabsichtigt, ihre Produkte vielleicht in Zukunft im Rahmen unsere Schneidereiprojekte anfertigen zu lassen. Hier kann sie sich sicher sein, dass die Arbeiterinnen nicht in einer menschunwürdigen Atmosphäre schuften müssen. Ich bin gespannt, ob diese interessante Kooperation zustande kommt!

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Um 10:30 sind plötzlich vier Polizisten auf unserem Gelände aufgetaucht und haben uns in ihren Jeep gebeten.

Ich muss euch leider enttäuschen, ich hab natürlich nichts angestellt und sitze jetzt in einem bengalischen Hefn, sondern in unserem Projektgebiet hier ist es Vorschrift, dass Europäer von Polizisten begleitet werden. Der Grund ist vielschichtig und würde den Rahmen meines Blog sprengen. Auf dem Weg zu unsere Schule ist uns in einer scharfen Kurve ein Motorradfahrer mitten auf der Straße entgegengekommen und hat unserem Jeep gerade noch ausweichen können. Sein Lenker hat unseren Jeep jedoch gestreift und es hat sich fast nach einem Unfall angehört. Unser Jeep blieb stehen und jedem war der Schock ins Gesicht geschrieben. Dem Motorradfahrer ist zum Glück nichts passiert, aber auch ihm war der Schock anzusehen. Und als vier Polizisten aus dem Jeep stiegen, bekam er seine zweiten Schock. Nix passiert, weiter geht’s zu unserer Schule!

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Nachdem ich versucht habe, mich unsichtbar zu machen und dem Unterricht beizusitzen, habe ich ein Interview mit zwei unserer LehrerInnen gemacht, um einen besseren Einblick in ihren täglichen Ablauf zu bekommen. Ich konnte dadurch viel dazulernen und es war mir auch wichtig zu fragen, was in der Zukunft besser gemacht werden kann. Für die LehrerInnen an diesem Standort sind die fünf unterschiedlichen Stammeszugehörigkeiten die größte Herausforderung. Nicht, dass es zwischen ihnen zu Spannungen kommt, es geht um die anfänglichen Schwierigkeiten mit den unterschiedlichen Dialekten. Ich als Steirer hätte als Lehrer in Vorarlberg anfänglich womöglich auch meine Verständigungsherausforderungen. Der Wunsch von beiden LehrerInnen war auch, dass wir unsere LehrerInnenweiterbildungskurse (welch ein langes Wort) noch öfter anbieten.

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Nach diesem Schulbesuch sind wir zurück zu unserem SchülerInnenheim gefahren, wo ich endlich Zeit hatte, mit unseren Patenkindern zu plaudern. In unserem SchülerInnenheim leben derzeit 30 Kinder, die durch österreichische Pateneltern die Möglichkeit haben, ihre Schulbildung nach der Grundschule fortzusetzen. Die Stimmung im SchülerInnenheim ist für mich etwas ganz Besonderes. Die Kinder sind auch in ihrer Freizeit voll motiviert zu lernen und wenn nicht gelernt wird, wird musiziert und miteinander gespielt. Auch hier leben Kinder aus verschiedenen Ethnien in Harmonie zusammen und was zählt, ist hier nur ehrliche FREUNDSCHAFT. Ich habe mich kurz mit jedem einzelnen Patenkind unterhalten und kann euch nur sagen, dass es ihnen sehr gut geht. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Pateneltern in Österreich bedanken, denn ohne eure Unterstützung könnten wir diesen Kindern nicht diesen Bildungsweg und eine kinderfreundliche Umgebung ermöglichen. DANKE auch von mir! Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch weitere Pateneltern in Österreich finden werden, damit wir gemeinsam benachteiligten Kindern ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen können.

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Diesen Tag haben unsere Schützlinge mit einem kulturellen Abendprogramm für uns abgerundet. Unser Kulturunterricht zahlt sich aus, das könnt ihr mir glauben, denn hier schlummern verborgene Talente. Es wurde gesungen, traditionelle Tänze aufgeführt und viel gelacht. Einfach schön. Die Endrunde bei „Bangladesch sucht den Superstar“ würde sich schon ausgehen.

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Tag 7 in Bangladesch

Heut haben wir um 10 Uhr die Rückreise nach Dhaka wieder angetreten. Irgendwie schade, denn ich hätte noch gerne ein bisschen mehr Zeit mit den Kindern verbracht, aber unser Zeitplan ist wie immer sehr ambitioniert.

Bei Tageslicht haben wir die Spuren der Überflutungen gesehen und ich muss an dieser Stelle nicht kommentieren, was einem da durch den Kopf geht.

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Um uns ein wenig abzulenken haben wir uns den Spaß gemacht, mit dem Fahrtenbuch auszurechnen, wie viele Kilometer wir in der vergangene Wochen zurückgelegt haben. Seht selbst……..

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Tag 8 in Bangladesch

Heute habe ich die meiste Zeit in unserem Büro in Dhaka verbracht, mit unseren Angestellten geplaudert und dann bekam ich Besuch von denjenigen Patenkindern aus Alikadom, die nun in Dhaka die Highschool besuchen. Wir versuchen unsere Patenkinder so lange wie möglich zu begleiten und wir machen auch nicht vor einem universitären Abschluss Halt. Es ist beeindruckend zu sehen, wie fortgeschritten diese Patenkinder schon sind. Ich bin auch am Land aufgewachsen und hatte dann die Möglichkeit in eine Stadt zu gehen, um zu studieren. Ich finde es toll, dass unsere Patenkinder nun auch die Möglichkeit haben, denselben Weg zu gehen.

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Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich in meinem Blog bewusst die extreme Armut hier in Bangladesch nicht dokumentieren wollte. Aber liebe LeserInnen, obwohl ich schon oft in einem sogenannten Entwicklungsland gearbeitet habe, geht es einem immer wieder aufs Neue unter die Haut.

Nach der Arbeit habe ich mich noch ein wenig auf dem Markt herumgetrieben. Hier ein paar Eindrücke:

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Tag 9 in Bangladesch

Am Vormittag haben wir Sharif getroffen. Er hat vor über zehn Jahren seine Beine bei einem tragischen Zugsunglück verloren und wir haben ihn in der Vergangenheit schon einmal unterstützt. Zwischenzeitlich hat er zwei Töchter bekommen und eine Arbeit gefunden. Leider hat er seinen Job verloren und hat uns kontaktiert. Die Miete seiner bescheidenen Bleibe zahlt er derzeit mit einem Kredit, wie es weitergeht für ihn und seine Familie steht noch in den Sternen. Wir wollen zumindest seinen beiden Töchtern durch zwei neue Pateneltern die Schulbildung finanzieren und eventuell auch ihm helfen, einen kleinen Verkaufstand zu eröffnen.

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Am Nachmittag verbrachte ich die Zeit mit Mamun im Büro, um an neuen Projektkonzepten zu arbeiten. Wir haben zum Glück viele neue Ideen zusammen entwickelt und die Motivation geht uns bestimmt nicht aus. Die Herausforderung ist nun, neue Menschen für unsere Vision zu begeistern, um gemeinsam einen Weg zu gehen, wo man nicht vergisst, nach links und rechts zu schauen.

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GEMEINSAM FÜR DIE KINDER DIESER WELT !!!!

Ich kann es eigentlich nicht glauben, dass meine Tage hier in Bangladesch schon wieder gezählt sind. Ich packe meinen Rucksack und nehme viele neue Eindrücke, Ideen, Erkenntnisse und neue Freunde mit nach Myanmar, wo mich die zweite Hälfte meiner Projektreise hinführen wird. Ich bin schon sehr gespannt, weil ich unsere Projekte dort auch noch nicht besucht habe und glaubt mir, es ist eine Sache über ein SONNE-Projekt zu lesen, und eine andere Sache, ein Projekt mit eigenen Sinnen zu spüren.

 

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Baba Kaiserschmarrn!

Baba Kaiserschmarrn, Dhal ich komme !

Meine Rucksäcke geschultert und rein in die S-Bahn Richtung Flughafen Wien. Endlich geht es wieder ab Richtung Asien. Meine Vorfreude ist dieses Mal besonders groß, denn heuer habe ich noch keines unserer Projekte besuchen können. Es macht mir zwar sehr viel Freude im Büro in Wien an Anträgen und Berichten zu arbeiten, aber vor Ort zu sein und die Erfolge unserer Projekte selbst zu sehen, ist für mich immer wieder eine wichtige Inspirations- und Motivationsquelle. Um 15 Uhr geht’s nach Dubai, um vier Stunden später nach Dhaka zu fliegen.

Tag 1 in Bangladesch

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Ankunft um 9 Uhr Ortszeit am Flughafen in der 20-Millionen-Stadt Dhaka. Nach einer ungewöhnlichen zweistündigen Wartezeit habe ich mein Visum bekommen, was zumindest den Vorteil hatte, dass am Förderband meine Rucksäcke bereits die eine oder andere Ehrenrunde gedreht hatten und daher leicht zu finden waren. Mamun, unser Chef hier in Bangladesch, hat mich herzlich empfangen. Auf das Wiedersehen mit ihm habe ich mich besonders gefreut. Mit unserem fahrbaren Untersatz sind wird direkt nach Jhenaigati gefahren und dort nach sechs Stunden auch gut angekommen. Obwohl ich im Flugzeug nicht geschlafen habe, nutzen wir die Anreise, um uns endlich wieder – offline – austauschen zu können. Nach einem zweistündigen Schläfchen in meiner Unterkunft gingen wir gemütlich Abendessen und haben die Aufgaben der kommenden Tage besprochen. Obwohl Mamun meine Genehmigung für Alikadom vor einem Monat beantragt hat, ist noch immer nicht sicher, ob Ausländer derzeit in dieses Gebiet fahren dürfen und ich meine offizielle Genehmigung überhaupt noch bekomme!

Tag 2 in Bangladesch

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Früh am Morgen nach einem leckeren Linsen-Frühstück (Linsen heißen hier Dhal) bin ich mit Mamun in unser SONNE-Büro in Jhenaigati gefahren. Diese Fahrt dauerte diesmal nur ein paar Minuten. Von diesem Büro aus werden nicht nur unsere Projektstandorte in diesem Bezirk koordiniert, sondern hier wohnt derzeit auch Carmen, unsere tapfere Schneiderin aus Wien. Seit fast einem Jahr arbeitet sie ehrenamtlich, aber mit vollem Elan hier in Bangladesch. Sie hat sich ihre zwei kleinen Räume sehr nett eingerichtet und man merkt auch hier Spuren ihrer Kreativität.

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Nachdem ich einen kleinen Einblick in ihr spannendes Leben bekommen habe, sind wir gemeinsam nach Halchati zu einer unserer Dorfschulen gefahren. Als wir uns der Schule zu Fuß näherten, konnten wir schon aus weiter Entfernung Kinder singen hören. Es war nämlich gerade Kulturunterricht und es wurden traditionelle Lieder einstudiert.

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An diesem Schulstandort wurde mit der Errichtung eines neuen Schulgebäudes begonnen. Die Kinder freuen sich schon sehr auf ein wetterfestes Schulgebäude, denn während der Regenzeit müssen sie derzeit noch oft im Nassen sitzen. Das Grundstück für die neue Schule wurde von einem Dorfbewohner zur Verfügung gestellt. Dies ist meiner Meinung nach ein Zeichen, dass Bildungseinrichtungen hier auch in den entlegenen Dörfern definitiv erwünscht sind. Die Anzahl der SchülerInnen an dieser Schule hat sich auch in einem Jahr um 30 Prozent erhöht. Ein privates Grundstück dem Bau einer Schule zur Verfügung zu stellen und auf die eigene Nutzung des fruchtbaren Bodens zu verzichten, verdient wirklich große Anerkennung!

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Danach sind wir nach Gandigoan gefahren, um eine weitere SONNE-Schule zu besuchen. An diesem Standort bin ich voriges Jahr auch schon gewesen. Damals sind wir mit Plänen in der Hand vor einem mit Holzstäben abgestecktem Grundstück gestanden. Heute besuchen dort 105 SchülerInnen unsere neue Schule und genießen die neuen Rahmenbedingungen sehr. Direkt neben dieser Schule beginnen wir gerade mit dem Bau einer High School für 100 Kinder. Die Grundstücke für diese Schulen wurden ebenso von einem Dorfbewohner zur Verfügung gestellt. Nur gemeinsam geht was weiter! Ich bin auch hier sicher, dass diese neue Schule noch heuer mit motivierten Kindern gefüllt sein wird. Wetten ?

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Warum sitzt auf diesem Bild der Dorfälteste auf einem roten überdimensionierten Sessel? Diese Frage ist natürlich berechtigt. Soll ein kleiner Hinweis auf jenem Sponsor sein, der den Bau der dortigen Schule überhaupt erste ermöglicht hat. Schon eine Idee, um wen es sich handelt?  Die Errichtung der neuen Schulen wird nämlich von RED CHAIRity – XXXLutz finanziert. Dadurch haben wird nun endlich die Möglichkeit bekommen, sukzessive an allen unseren Schulstandorten solide Schulgebäude zu errichten, um dadurch die Rahmenbedingungen für unsere SchülerInnen deutlich  verbessern zu können.

Zufällig hat an diesem Tag auch das mobile Gesundheitscamp bei dieser Schule halt gemacht. Einmal im Monat haben an jedem unserer Schulstandorte unsere SchülerInnen und auch die DorfbewohnerInnen die Möglichkeit, sich medizinisch untersuchen zu lassen. Am Beginn dieser Aktion bekam jedes Kind eine eigene Gesundheitskarte. Medikamente werden bei Bedarf kostenlos, nach einer intensiven Beratung, ausgehändigt. Bei schweren Fällen organsiert unser Team auch den Transport in das nächstgelegene Krankenhaus. An Malaria erkrankte Kindern konnte so zum Glück schon mehrmals das Leben gerettet werden.

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Nachdem wir die Schule besucht hatten, sind wir zu unserem Ausbildungszentrum gefahren. In dieser Einrichtung können DorfbewohnerInnen einen Schneiderei- und Computerkurs besuchen. Im Rahmen dieser dreimonatigen Kurse – 5 Stunden in der Woche – werden Grundlagen in Office und Internetanwendungen vermittelt. Derzeit nehmen 27 motivierte Jugendliche an mehreren Computerkursen teil. Dieses Jahr haben bereits 50 TeilnehmerInnen einen Kurs positiv absolviert. Geschenkt wird auch hier niemanden was, denn ohne die zwei Prüfungen positiv zu bestehen, bekommt niemand ein Zertifikat. Da seit kurzem die Registrierungen in Hochschulen und Universitäten nur mehr online möglich ist, kann der Bildungsweg ohne Computerkenntnisse nicht fortgesetzt werden. Internet bedeutet auch Zugang zu Wissen, und was Wissen bedeutet, wissen wir doch alle. Der Mehrwert unsere Kurse wurde auch schon mehrmals von ArbeitgeberInnen der AbsolventInnen bestätigt.

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Im Nebenraum werden nicht nur unsere eigenen Schuluniformen produziert, sondern auch Schneidereikurse angeboten. Diese Kurse dauern ebenso drei Monate und sollen jungen Frauen die Möglichkeit geben, die Kunst der Schneiderei zu erlernen. Am 27.August 2014 übernahm Carmen Hutter dieses Projekt und die Verantwortung über 9 Frauen (sie waren motivierte Absolventinnen des Kurses) und begann mit ihnen, die Schnitte unserer Schuluniformen zu zeichnen. Im Anschluss begann die Herstellung unserer eigenen SONNE-Schuluniformen. So haben die Frauen die Möglichkeit, in einem sichereren Umfeld ihr eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Seither sind alle unserer Schuluniformen in Eigenproduktion entstanden. Carmen und ihr motiviertes Team haben über 2.000 SONNE-Schuluniformen für 19 SONNE-Schulen hergestellt! Wir könnten dadurch nicht nur Geld sparen, sondern 9 Frauen haben eine Anstellung gefunden und unsere Schuluniformen sind mit Sicherheit fair und nachhaltig produziert worden und entsprechen dem westlichen Standard.

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Bevor wir unseren knurrenden Bäuchen folgten, haben wir noch schnell unser neues Grundstück besichtigt, wo bald das SONNE-Office/Trainingscenter/Guesthouse gebaut wird. Leider haben wir noch immer nichts von den Behörden aus Alikadom gehört. Bekommen wir keine Genehmigung, müssen wir unsere Route komplett neu planen, was nicht immer so leicht ist.

Tag 3 in Bangladesch

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Um halb acht Morgens sind wir mit dem Auto nach Dinajpur aufgebrochen, um uns dort eine Schule aus Lehm anzusehen.

Die achtstündige Autofahrt habe ich genutzt, um von Mamun und Carmen ein wenig Bangla zu lernen. Nicht einfach, aber ein paar nützliche Phrasen sind hoffentlich hängen geblieben. Die Fahrt ist wirklich sehr schnell vergangen, denn Carmen ist nicht nur eine gute Schneiderin, sondern auch eine sehr interessante Gesprächspartnerin. Die Landschaft ist in Bangladesch auch sehr schön. Vor allem, als wir uns der Lehmschule näherten, war das Ländle und seine Menschen sehr beeindruckend. Eine Agrargesellschaft, wie sie im Buche steht. Was nicht so positiv war, sind die Auswirkungen eines sehr rasanten Fahrstils.

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Die Lehmschule der deutschen Architektin ist absolut gut durchdacht und hier kann man gerne wieder einmal das Wort NACHHALTIG verwenden. Die tolle Atmosphäre und die Bauweise sind einzigartig.

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Bevor wir in unsere Unterkunft aufgebrochen sind, wurden wir noch von der dortigen Organisation zu einem Tee und einem netten Erfahrungsaustausch eingeladen. Tolles Projekt und sehr sympathische MitarbeiterInnen!

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Beim anschließenden Abendessen hat Mamum endlich die lang ersehnte Nachricht bekommen, dass unsere Genehmigung für Alikadom angekommen ist. Juhu, unserer Weiterreise steht nichts – hoffe ich zumindest – im Weg!

Tag 4 in Bangladesch

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Nach einer erholsamen Nacht sind wir um halb Acht wieder Richtung Dhaka aufgebrochen. Ich habe die Fahrt unter anderem dazu genutzt, um mit Mamun über meine Idee eines SONNE-Umweltworkshops für unsere SchülerInnen zu reden. Da mir Umweltthemen seit langem am Herzen liegen und ich der Meinung bin, dass Umweltschutz einen höheren Stellenwert in der Entwicklungszusammenarbeit bekommen sollte, möchte ich einen SONNE-Umweltworkshop entwickeln, der unseren SchülerInnen auf einfache Weise Umweltbewusstsein vermitteln sollte. Da das Umweltbewusstsein in Bangladesch so gut wie nicht gefördert wird, sollten wir von SONNE beginnen, damit anzufangen. Mamun findet diese Idee sehr gut und sobald wir diesen Workshop entwickelt haben, werden unsere LehrerInnen bei der nächsten LehrerInnenweiterbildung diesen Workshop präsentiert und danach selbst anwenden. Dann ist die Idee, dass zwei Mal im Jahr in jeder Klasse dieser Umweltworkshop abgehalten wird. Wenn wir damit erfolgreich sind, werden wir dieses Konzept an andere Organisation weitergeben, um damit noch mehr Kinder für Umweltthemen zu sensibilisiere. Wir alle teilen uns ein globales Ökosystem und nur gemeinsam können wir es auch nachhaltig mitgestalten!

Nach 10 Stunden sind wir wieder in Dhaka angekommen. Eine gute Dusche belebt die Geister und ich hab nun endlich nach dem Abendessen die Gelegenheit, diesen Blog zu schreiben. Wenn sich ein paar Fehler in meinem Beitrag eingeschlichen haben, bitte ich um euer Verständnis, da es doch schon a bissl zeitig ist und ich morgen früh aufstehen sollte. Morgenstunde hat Gold im Mund. Morgen Abfahrt nach Alikadom um 6.30! Ich freu mich, endlich wieder Zeit mit unseren Patenkindern dort zu verbringen.

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Euer Armin

Eine christliche Hochzeit in Bangladesch

Wie im letzten Blog angekündigt, kommt hier der Bericht der christlichen Hochzeit.

Geheiratet hat der Bruder von der Zuschneiderin aus meinem Team. Er ist 19 Jahre alt und sie ist ein bisschen über 17 Jahre alt. Die Braut ist auch vom hinduistischen Glauben in den christlichen Glauben übergetreten. In Bangladesch ist es zwar erst erlaubt mit 18 zu heiraten, aber man kann sich die Erlaubnis von den Behörden einholen. Und das war eine „Liebeshochzeit“, also keine Zwangsehe, wie es leider hier in Bangladesch doch des Öfteren vorkommt. Die Zeremonie ist genau gleich wie bei uns, außer, dass sich das Brautpaar nach dem Ringaustausch zum Zeichen der Verbundenheit noch eine Girlande umhängt und eine Girlande, mit der beide verbunden werden. Das kann eine Blumen-, oder wie hier, eine Papiergirlande sein.

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Ja-Wort

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Ringe anstecken

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Girlande umhängen

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Die Braut bekommt einen Farbtupfer vom Bräutigam auf die Stirn

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Brautpaar mit Beiständen und Bräutigammutter

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Brautpaar mit Bina und mir

Nach der Trauung und dem Fotografieren erfolgt der Auszug aus dem „Kirchenhaus“, begleitet von einem Trommler. Der Brautzug begibt sich in Richtung Elternhaus der Bräutigams, wo dann das Festessen wartet. Das Brautpaar sitzt aber in einem extra Raum, wo sie die Glückwünsche und Geschenke entgegennehmen. Und natürlich müssen unzählige Fotos gemacht werden. Fotos machen, vor allem mit dem Handy, ist eine Leidenschaft der Bengalen!

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Auszug aus dem Kirchenhaus

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Der Trommler

 

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Im Bräutigamhaus mit der Schwester und mit mir

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Es gab auch eine Disco!

Das Brautpaar nimmt nicht am Essen teil. Da es so Sitte ist, dass man sich nach dem Essen verabschiedet, haben Bina, die Scheiderlehrerin und ich, uns zu Fuß auf den 2km langen Heimweg begeben. Ich habe den Spaziergang und die schöne Landschaft sehr genossen!

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Mein übliches Zitat:

Ein einziger Blick, aus dem Liebe spricht, gibt der Seele Kraft.

Jeremias Gotthelf

 

Liebe Grüße aus Bangladesch, Carmen